Technik im Kindergarten: Kooperation mit Kessler & Co

Bereits 2006 durfte sich der städtische Kindergarten Scheurenfeld in Dewangen über einen bundesweit ausgeschriebenen Preis beim Projekt „technikfreundlicher Kindergarten“ freuen. Die damit verbundene Pilotphase wurde seinerzeit schon von der Firma Kessler & Co. mit begleitet.

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Bei der Umsetzung des neuen Orientierungsplans nimmt das Thema Technik dort seither seinen festen Platz ein. In der Werkstatt des Kindergartens finden die Kinder daher neben dem üblichen Spiel- und Bastelmaterial auch Werkzeuge, mit denen sich z.B. das Innenleben einer Fernbedienung oder eines Druckers erkunden lässt.

Einmal im Jahr besuchen die kleinen Tüftler aus Dewangen die Werkhallen der Firma Kessler & Co: Jetzt war es wieder so weit: Tags zuvor kommen die Auszubildenden unter Begleitung von Ann-Kathrin Aspacher, einer erfahrenen Firmenmitarbeiterin, in den Kindergarten. In Kleingruppen wird das neue Projekt besprochen: In diesem Jahr wird eine Drehscheibe aus Holz und Plexiglas mit einer Holzkurbel gebaut, mit der sich optische Effekte erzielen lassen. Die Kinder arbeiten dabei unter Anleitung der Auszubildenden nach einer Technischen Zeichnung. Sie lernen die Handhabung von Schraubenzieher und Akkuschrauber genau so kennen, wie Größenvergleiche und Kraftdosierung.
© Stadt Aalen, 13.10.2008

Praxistest in der Werkhalle der Firma Kessler

Solchermaßen bestens für die Praxis vorbereitet, geht es am nächsten Tag in die Werkhalle der Firma, wo sonst Achsen für die ganz großen Fahrzeuge wie Kipplader oder Autokrane hergestellt werden. Dort werden die Nachwuchs-Techniker aus dem Kindergarten schon von den großen „Kollegen“, den Auszubildenden der Firma Kessler, erwartet. Und schon geht’s los: Gemeinsam werden mit Feuereifer an den Maschinen Löcher gebohrt, zugesägt und geschliffen. Die Firma Kessler und Co hat sich gut auf ihre kleinen Gäste eingestellt: Alle Maschinen wurden mit Paletten auf die erforderliche Arbeitshöhe angepasst. Die Kinder werden in mehreren kleinen Gruppen jeweils von den Auszubildenden Stefan, Joachim, Julian, Nicolai und Carina an den Maschinen eingewiesen und betreut, damit das Loch auch in der Scheibe und nicht im Finger entsteht. Wo man so fest „schafft“, ist man auch mal „geschafft“. Der Pausengong ertönt, die Kinder machen mit der Belegschaft wohlverdiente Vesperpause; Zeit, um unter „Fachleuten“ Erfahrungen auszutauschen. Am Ende eines langen, vielseitigen Arbeitstages haben alle dazu gewonnen: die Kinder an vielen neuen Eindrücken und die Auszubildenden an Sozialkompetenz und Berufs- und Arbeitspädagogik. Die Firma pflegt darüber hinaus auch eine enge Kooperation mit elf Kindergärten und zwei Grundschulen in Mögglingen und Abtsgmünd.

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